Das Village Projekt - Unterstützung von Kindern mit psychisch erkrankten Eltern

Die Forschungsgruppe Village ist eine Kooperation der Ludwig Boltzmann Gesellschaft mit der medizinischen Universität Innsbruck.

Kinder von psychisch erkrankten Eltern sind einem höheren Risiko ausgesetzt, negative Folgen für ihr Leben zu erfahren. Die Forschungsgruppe „VILLAGE- How to raise the village to raise the child“ der Ludwig Boltzmann Gesellschaft und Medizinischen Universität Innsbruck zielt auf die Wahrnehmung und Stärkung formeller und informeller Unterstützung für Kinder und Jugendlichen ab, deren Eltern psychisch erkrankt sind. Unterstützende Maßnahmen werden in gemeinsamen Ansätzen mit Stakeholdern entwickelt, in bestehende Netzwerke implementiert und anschließend evaluiert. Die Kinder und Jugendlichen stehen im Mittelpunkt. Die Evaluierung der entwickelten Maßnahmen basiert auf einem „Realist Framework“ unter Anwendung verschiedener empirischer Methoden, wie zum Beispiel Literaturrecherchen, Fragebögen, Fokusgruppen, Interviews, statistischer Analysen und teilnehmender Beobachtung.

Heile Familie? Wenn ein Elternteil unter einer psychischen Störung leidet, kann die Fassade schnell bröckeln. Der Vater ist krank. Diesen Satz hörte Maria oft. Ihn bloß nicht ansprechen, nicht widersprechen, eine früh erlernte Überlebensstrategie, wenn du als Kind merkst, dass andere Kinder viel unbeschwerter zu leben scheinen als du selbst. Was das bedeutet und wie ihr Sport, eine gesunde Einstellung und eine starke Mama Kraft gegeben haben, erzählt uns Maria Fischer.

Angelika Pfauser erzählt von ihren Erfahrungen. Das Leben mit einer bipolaren Störung ist nicht gerade einfach. Wenn Nähe unerträglich wird, das Selbstwertgefühl ganz unten ist, du nicht so wahrgenommen wirst, wie du es gerade brauchen würdest. Und dann noch die Verantwortung für die Kinder tragen, die man so sehr liebt, für die man alles richtig machen will. Funktionieren müssen und es dennoch nicht immer können. Eine scheinbar ausweglose Situation. Wie fühlt sich das an?

Managementstruktur

STEERING COMMITTEE

LBG & gastgebende Institution

Details

Das Steering Committee (SC) besteht aus jeweils einer/einem Vertreter/in der Ludwig Boltzmann Gesellschaft und einer Gast-Institution. Die Forschungsgruppe „Village“ ist an der Medizinischen Universität Innsbruck angesiedelt. Die Gast-Institution stellt der Forschungsgruppe die benötigte Infrastruktur, Unterstützung und Netzwerke zur Verfügung. 

Das SC tagt zwei Mal pro Jahr und stimmt auf Basis der Empfehlungen des Advisory Board (AB) den weiteren Aktivitäten der LBG Forschungsgruppe „Village“ und dem Verlauf des Forschungsprogrammes Psychische Gesundheit zu.  

ADVISORY BOARD
1x Open Innovation in Science ExpertIn
2x ExpertInnen aus Erfahrung
3x FachexpertInnen (davon ein PI-Peer)

Details

Das Advisory Board (AB) ist ein unabhängiges beratendes Gremium, das die LBG Forschungsgruppe anhand ihrer Forschungsaktivitäten evaluiert und die (wissenschaftliche) Qualität der Forschungsvorhaben gewährleistet. Das AB besteht aus einem/einer Open Innovation Expert/in, zwei Expert/innen mit eigenen Erfahrungen (Jugendliche und/oder junge Erwachsene mit Erfahrung im Bereich psychische Gesundheit), und drei erfahrenen Fachexpert/innen im Bereich Psychische Gesundheit (z. B. aus den Bereichen der Psychologie, Psychiatrie, Sozialwissenschaft, Gesundheitswissenschaft, etc.). Diese Fachexpert/innen weisen ebenfalls Erfahrung mit partizipativer Forschung und der Einbindung der Öffentlichkeit in Forschungsprozesse vor. Davon kann ein/e Expert/in ein Peer der Projektleiter/in sein. Die Forschungsgruppen Managerin und Projektleiterin der Forschungsgruppe berichten dem AB anhand folgender Struktur:

  • Forschungsaktivitäten (wissenschaftlicher Fortschritt, Einbindung der Kinder/Jugendlichen und der Gemeinde)
  • Strategie und Budget (Meilensteine und Erfolgsmaße, Drittmittelprojekte)
  • Personal- und entwicklung
  • Kommunikation und Disseminierung

Das AB tagt zwei Mal pro Jahr und berichtet dem SC über den Fortschritt und Aktivitäten der LBG Forschungsgruppe „Village“.

Forschungsgruppen &
Relationship Manager

Details

Die/der ManagerIn der Forschungsgruppe/Public Relations (RRM) unterstützt die LBG Forschungsgruppe „Village“ bei der Umsetzung von Open Innovation in wissenschaftliche Maßnahmen, speziell bei der Einbindung der Öffentlichkeit in Tirol in Forschungsaktivitäten, der Vernetzung mit Kooperations- und NetzwerkpartnerInnen, des Kapazitätsausbaus und bei Management-Aufgaben (Überwachung, Berichterstattung, Budgetierung). Die RRM berichtet dem AB zwei Mal jährlich über den Fortschritt über die genannten Aktivitäten.

Kompetenzgruppe
(ExpertInnen aus Erfahrung)

Details

Die Kompetenzgruppe (KG) besteht aus sechs ExpertInnen aus eigener Erfahrung (Kinder von Personen mit einer psychischen Erkrankung) und berät sowie reflektiert die geplanten Maßnahmen und Forschungsaktivitäten mit der Forschungsgruppe. Dadurch soll die Einbindung Betroffener während des gesamten Forschungsprozesses gewährleistet und deren Stimme in der Forschung vertreten sein. Die KG trifft sich monatlich mit der Forschungsgruppe. 

Projektleiterin
 

Details

Die Projektleiterin (PL) leitet die LBG Forschungsgruppe bestehend aus Co-ForscherInnen und einem Team in Österreich und ist für die Koordination und Abwicklung der Forschungsaktivitäten, sowie Budget und Personal verantwortlich. Die PL berichtet dem AB zwei Mal jährlich über den Fortschritt der Forschungsgruppe und geplanten Aktivitäten. 

Team und
Co-Investigatoren

Details

Die Co-ForscherInnen (CoI) sind Teil des Kernteams und übernehmen die Koordination von Arbeitspakten, wie im Forschungskonzept beschrieben. CoI bleiben an ihrer Organisation im Ausland verankert und treffen sich zwei Mal jährlich mit der restlichen LBG Forschungsgruppe in Österreich. Darüber hinaus sind regelmäßige virtuelle Treffen und Besprechungen einzurichten.

Das Team in Österreich bestehend aus DoktorandInnen, Studierenden und anderen Fachkräften, ist an der Umsetzung des Forschungskonzepts beteiligt und wird von der/dem ProjektleiterIn betreut. Gemeinsam bilden die/der ProjektleiterIn, die Co-ForscherInnen und das Team die LBG Forschungsgruppe „Village“. 

Kooperation- und Networkpartner/innen

Details

Kooperationspartner/innen sind Institutionen, mit denen während der Laufzeit der Forschungsgruppe gesonderte Kooperationsverträge abgeschlossen werden und die über die Kooperationsverträge einen finanziellen und inhaltlichen Beitrag zum damit erweiterten Forschungsprogramm leisten. 

Netzwerkpartner/innen sind institutionelle Anwendungspartner (NGO, Patient/innen-Organisationen etc.), mit denen während der Laufzeit der Forschungsgruppe gesonderte Netzwerkpartnerverträge abgeschlossen werden und die einen Zugang zu Patient/innen, Angehörigen, etc. ermöglichen, jedoch keinen finanziellen Beitrag zum Forschungsprogramm leisten.

Unser Team

  • Dr. Jean Paul, PhD, BASc, BSc (Hons)

    Projektleiterin

    Ludwig Boltzmann Gesellschaft Forschungsgruppe Village,  Medizinische Universität Innsbruck
    Innsbruck, Österreich

    Details

    Dr. Paul ist die Projektleiterin des „Village“-Projekts als Teil des Forschungsprogramms zur psychischen Gesundheit der Ludwig Boltzmann Gesellschaft an der Medizinischen Universität Innsbruck. Sie hat einen Abschluss in Sozialwissenschaften und angewandter Linguistik und forscht unter Rückgriff auf ihre Erfahrungen mit unterschiedlichen Analysemethoden im Bereich der Gesundheit von Kindern. Anhand qualitativer Methoden widmet sie sich der Frage, wie Menschen ihren Kontakt mit dem Gesundheitssystem erleben und welchen Einfluss diese Erfahrungen auf sie haben. Bevor sie im Januar 2018 nach Österreich gezogen ist, war sie Postdoktorandin am Murdoch Children’s Research Institute in Melbourne, Australien. Während ihrer dortigen Forschungsarbeit analysierte sie die klinischen Entscheidungsprozesse in Hinblick auf DNA-Tests bei Kindern. Jean promovierte im Jahr 2015 zum Thema Kommunikation im Gesundheitswesen und klinischer Genetik und hielt Vorlesungen zu den Themen Forschungsmethoden, genetische Beratung und angewandte Sprachwissenschaft im Gesundheitswesen. Sie unterhält internationale Beziehungen mit Australien und ist Ehrenmitglied (honorary fellow) der Universität Melbourne (Fachbereich Pädiatrie) und des Murdoch Children’s Research Institute (Genetik-Ausbildung (Genetics Education) und der Gesundheitsforschungsgruppe (Health Research Group). Aktuell fokussiert das „Village“-Projekts Möglichkeiten der Identifizierung von Kindern psychisch erkrankter Eltern innerhalb des Gesundheitssystems, um herauszufinden, um wie viele Kinder es sich handelt, welche zusätzliche Unterstützung brauchen und was bestmögliche Reaktionen auf die Bedürfnisse der Kinder sind. Ziel des Projekts ist es, die Identifizierung von eventuell gefährdeten Kindern zu verbessern und sowohl die formellen als auch die informellen Unterstützungsangebote im Umfeld des Kindes auszubauen.

  • Dr. Ingrid Zechmeister-Koss, MA

    Co-Investigator

    Ludwig Boltzmann Institute für Health Technology Assessment
    Wien, Österreich

    Details

    Über mich: Ich bin stellvertretende Leiterin des Ludwig Boltzmann Instituts für Health Technology Assessment (HTA) in Wien und versuche in dieser Funktion, die Rolle von HTA in Österreich zu stärken. Meine Forschungsarbeit konzentriert sich auf gesundheitsökonomische Themen. Im Speziellen beschäftige ich mit Fragen wie Ressourcen effizient und sinnvoll genützt werden können und wie eine nachhaltige Finanzierbarkeit eines öffentlichen Gesundheitssystems erreicht werden kann. Mein methodischer Schwerpunkt ist die gesundheitsökonomische Evaluation, die sich mit dem Verhältnis von Kosten und Nutzen von Interventionen auseinandersetzt. Abseits der Forschung habe ich als biomedizinische Analytikerin im Krankenhaus und als Gesundheitsökonomin in der österreichischen Sozialversicherung gearbeitet und bringe demnach Erfahrung über Prozesse bei Leistungsanbietern und Kostenträgern bzw. Entscheidungsträgern im Gesundheitswesen mit.

    Meine Rolle: Ich steuere in allen Teilen des ‚Village Projekts‘ mein Wissen über das Österreichische Gesundheits- und Sozialsystem, sowie über die psychiatrische Versorgungsstruktur bei und bin verantwortlich für die kollaborative Entwicklung des Unterstützungsprogramms mit InteressensvertreterInnen, insbesondere mit betroffenen Kindern und Angehörigen. Die Erfahrung zu den Methoden im Bereich HTA, vor allem das methodische Know-How zu gesundheitsökonomischer Evaluation wird in die Literaturanalysen und in die Evaluation der im Projekt entwickelten Interventionen einfließen.

  • Dr. Melinda Goodyear, PhD, MBSc

    Co-Investigator

    School of Rural Health, Monash University
    Melbourne, Australia

    Details

    Dr. Melinda Goodyear forscht seit 2003 im Bereich Kinder psychisch erkrankter Eltern. Über 30 Peer-Review-Veröffentlichungen zu diesem Thema stammen aus ihrer Feder und sie kann auf mehr als 6 Mio. AUD Fördermittel für die Erforschung der Bedürfnisse von Familien, Eltern und Kindern zurückgreifen, bei denen bei einem Elternteil eine psychische Erkrankung sowie Drogenmissbrauch vorliegt. Ein wichtiger Schwerpunkt von Melindas Arbeit bestand zuletzt darin, Behörden und Dienstleister bei der Anwendung von Praxisstrategien für psychologische und soziale Auffangsysteme für Erwachsene zu unterstützen, um den Bedürfnissen psychisch erkrankter Eltern und ihren Kindern in größerem Umfang gerecht zu werden. Aus ihrer Arbeit sind Praxisleitfäden für das Gesundheits- und Sozialsystem hervorgegangen, um den Auswirkungen von psychischer Erkrankung, Traumata, Drogen und Alkohol sowie Spielsucht in Familien zu begegnen. Bei ihrem gegenwärtigen Projekt handelt es sich um eine, von der Regierung des australischen Bundesstaates Victoria finanzierte, randomisierte kontrollierte Studie im Rahmen der Initiative „Let’s Talk About Children“, die sich die Reduzierung des generationenübergreifenden Risikos einer psychischen Erkrankung von bereits betroffenen Eltern und ihren Kindern zum Ziel gesetzt hat. Melinda hat derzeit den Vorsitz der Untergruppe der Prato International Research Collaborative (internationale Forschungszusammenarbeit Prato) zum Thema „Weltweiter Systemwandel für Kinder psychisch erkrankter Eltern“ (Systems Change Worldwide for COPMI) sowie den Ko-Vorsitz von „Let’s Talk Worldwide“, das sich den internationalen Herausforderungen bei der Umsetzung von „Let´s Talk About Children“ in die klinische Praxis auf der ganzen Welt widmet. Seit Kurzem ist Melinda auch leitende Implementierungsspezialistin (Senior Implementation Specialist) am Parenting Research Centre und unterstützt in dieser Rolle die Organisationen beim Kapazitätsaufbau für die Unterstützung von Eltern bei der Kindererziehung, vor allem bei familiären Härtefällen. Melinda wird den Praxisteil des „Village“-Projekts leiten, uns bei der Erfassung der Bedürfnisse des österreichischen Gesundheitssystems zur Seite stehen sowie ein gemeinsam entwickeltes Implementierungskonzept auf die Beine stellen, um die SENSE- und CVA-Ansätze in die Praxis umzusetzen.

  • Annette Bauer, Diplom-Kffr., MSc.

    Co-Investigator

    Personal Social Services Research Unit (PSSRU), London School of Economics and Political Science
    London, UK

    Details

    Über mich: Ich bin seit sieben Jahren als Forscherin an der London School of Economics and Political Science tätig. Ich arbeite dort für ein Forschungszentrum (PSSRU), dessen Ziel es ist qualitativ hochwertige Forschung zu betreiben, die national wie auch international Politik, Theory und Praxis im Gesundheits- und Sozialbereich beeinflusst. Das Zentrum ist von Professor Martin Knapp geleitet. Meine Forschung beschäftigt sich hauptsächlich mit der Evaluierung von kurz- als such langfristigen Kosten und Nutzen von präventiven Gesundheits- und Sozialprogrammen (einschließlich und mit besonderer Aufmerksamkeit auf mentale Gesundheit). Mein besonderes Interesse gilt den folgenden Bereichen: mentale Gesundheit während und nach der Schwangerschaft (und die Auswirkungen auf Kinder) - meine bisherige Forschung hat sich dabei mit den ökonomischen Kosten der Krankheit und dem ökonomischen Vorteil in diesen Bereich mehr Geld zu investieren beschäftigt; Programme die die Einbindung und Entwicklung der Gemeinschaft unterstützen (mit dem Ziel größeres Wohlergehen in der Gemeinschaft zu schaffen); die Rolle von Non-profit Organisationen um (mentale) Gesundheit zu stärken;  präventive Programmen für sozial benachteiligte Familien mit Kindern; Menschen mit Lernbehinderungen oder Demenz; interdisziplinäre Zusammenarbeit in der Rehabilitation. Über die letzten vier Jahre habe ich einen Großteil meiner Zeit damit verbracht, für die Englische Health Technology Assessment Organisation (National Institute for Health and Care Excellence, NICE) Kosten- und Nutzen von Sozialprogrammen zu untersuchen um, zusammen mit Experten aus der Praxis, Forschung und mit gelebten Erfahrungen - Empfehlungen und Richtlinien zu entwickeln. Generell, interessiert mich besonders wie man Forschung so entwickeln und verwenden kann, dass sie einen erlebten Unterschied für Menschen macht, und relevant für die Politik und Praxis ist. Dieses Interesse habe ich schon früh gewonnen als ich in London in unterschiedlichen Rollen für die Implementierung lokaler Gesundheits- und Sozialprogramme zuständig war.

    Über meine Rolle im Village Project: Ich habe leitende Verantwortung für die Evaluation von den Praxisansätzen, die wir in Zusammenarbeit mit Interessenvertretern entwickeln. Das Ziel der Evaluation ist zu untersuchen, was braucht wer oder was hilft wem, unter welchen Umständen, und warum.  Ich arbeite unterstützend an vielen Teilaufgaben und hoffe, dass ich mit meinem Wissen das Projekt in vielerlei Hinsicht unterstützen kann. Ich finde es besonders spannend, dass es in dem Projekt an erster Stellen um Menschen in Innsbruck und deren Realitäten geht und dass wir zusammen an etwas arbeiten, was lokal Sinn macht. Es ist auch natürlich schön für einen Forscher wenn man sich gleichzeitig auch noch mit einer so lebendigen und attraktiven Stadt wie Innsbruck beschäftigen darf. Es wäre ein tolles Ergebnis für alle wenn es in uns in Zusammenarbeit gelingt,  Kinder von Eltern mit mentaler Krankheit in Innsbruck und Umgebung zu unterstützen, und ihre Stimme hörbar zu machen.

  • Univ.-Prof. Dr. Hanna Christiansen, PhD

    Co-Investigator

    Institut für Klinische Kinder- und Jugendpsychologie, Philipps-University Marburg
    Marburg, Deutschland

    Details

    Prof. Dr. Hanna Christiansen, Dr. rer. nat., Diplom Psychologin, approbierte Kinder- und Jugendlichen und Psychologische Psychotherapeutin, Supervisorin, Co-I, Philipps-Universität Marburg, Arbeitseinheit Klinische Kinder- und Jugendpsychologie

    Dr. Hanna Christiansen forscht zu Fragestellungen der Klinischen Kinder- und Jugendpsychologie, unter anderem zu Kindern psychisch kranker Eltern. Sie hat über 60 begutachtete Publikationen und über sieben Millionen Euro Drittmittel eingeworben, darunter das Projekt „Children of mentally ill parents at risk evaluation/COMPARE“, das vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) in Deutschland gefördert wird. In dem Projekt werden die Effekte elterlicher kognitiver Verhaltenstherapie (KVT) auf die Kinder geprüft und verglichen, ob ein Elterntraining (Positive Parenting Program – PPP) zu inkrementellen Effekten führt (KVT+PPP). Innerhalb der Forschergruppe „The Village“ ist Hanna Christiansen eine der Co-Investigators und unterstützt insbesondere die Projekte zur „Child’s voice“ und der Dissemination. In der Lehre berücksichtigt Hanna Christiansen ebenfalls Kinder psychisch kranker Eltern. Gemeinsam mit Studierenden der Psychologie und Bildenden Kunst hat sie eine Übung entwickelt, in der die Studierenden Psychologische Kinderbücher erstellen, die gut verständlich psychische Störungen darstellen. Diese Bücher werden im Hogrefe-Verlag publiziert.

  • Mag. Dr. Raphaela Kaisler, MSc

    Forschungsgruppen und Relationship Manager

    Ludwig Boltzmann Gesellschaft, Open Innovation in Science Center
    Wien, Österreich

    Details

    Über mich: Ich bin Psychologin mit einem multidisziplinären Hintergrund in Molekularbiologie und Wissenschaftskommunikation. Als Wissenschafterin war ich in der Grundlagenforschung im Bereich Krebsforschung, Neurowissenschaften und Sozialpsychologie tätig bevor ich meinen Schwerpunkt auf Projektmanagement in Forschungsorganisationen gelegt habe. Zusätzliche Ausbildungen im psychosozialen Bereich und die Arbeit mit Kindern und Jugendlichen bilden die Grundlage für die meiner Schnittstellenfunktion an der Ludwig Boltzmann Gesellschaft.

    Meine Rolle: Als Forschungsgruppen Managerin bin ich die Schnittstelle zur Ludwig Boltzmann Gesellschaft und unterstütze die Forschungsgruppe bei dem Aufbau eines Partnernetzwerk und der Verbindung von Wissenschaft und Gesellschaft in Forschungsprozessen. Dabei liegt der Fokus auf der Einbindung von Betroffenen, ExpertInnen aus eigener Erfahrung im Bereich psychische Gesundheit, und anderen wichtigen Partnern in Forschungsaktivitäten.

  • Philipp Schöch MSc

    Projektkoordinator

    Ludwig Boltzmann Gesellschaft Forschungsgruppe Village,  Medizinische Universität Innsbruck
    Innsbruck, Österreich

    Details

    Über mich: Durch mein Studium bringe ich eine soziologische Perspektive auf die Thematik mit, als auch ein gewisses Grundverständnis, welches es mir ermöglicht die Interessen der Forschungsgruppe bestens nach außen zu vertreten. Im Rahmen meiner Abschlussarbeit habe ich mich intensiv mit Faktoren, die zur Bildungsvererbung beitragen, beschäftigt. In diesem Zusammenhang konnte ich aufzeigen, dass der Bildungsweg einer Person besonders stark vom sozialen Umfeld und Bezugspersonen geprägt wird. Dieses spannende Ergebnis ist eng mit Sozialisation verknüpft, welche innerhalb der Gesellschaft beziehungsweise des persönlichen Umfelds einer Person stattfindet. Aus meiner Sicht tägt die Gesellschaft daher auch eine besondere Verantwortung gegenüber weniger privilegierten Mitgliedern. Folglich bin ich vom Ziel dieses Projekts schwer begeistert und möchte mit meiner Arbeit zum Erfolg des Projektes beitragen.

     

    Rolle: Als Projektkoordinator ist meine Rolle sehr vielseitig, wobei meine Hauptaufgabe darin besteht, das Projekt aus der Vogelperspektive zu betrachten, damit ich einen Überblick über die aktuellen Abläufe und den geplanten Projektfortschritt habe. Dazu arbeite ich sehr eng mit der Projektleitung und den beteiligten Forschern zusammen. Zudem organisiere und unterstütze ich die verschiedenen Events, die im Rahmen des Projektes stattfinden. Generell versuche ich den Informationsfluss zwischen den beteiligten Stakeholdern zu fördern sowie die Öffentlichkeit über das Projekt zu informieren und Interesse an der Beteiligung zu wecken.

  • Lisa-Marie Dobener, MA

    Doktorandin

    Institut für Klinische Kinder- und Jugendpsychologie, Philipps-University Marburg
    Marburg, Deutschland

    Details

    Nachdem ich mein Studium der Erziehungs- und Bildungswissenschaft mit dem Schwerpunkt Sozialpädagogik und den Nebenfächern Psychologie und Vergleichender Kulturwissenschaften an der Philipps-Universität in Marburg abgeschlossen habe, absolviere derzeit das Marburger Modell, welches sowohl die Promotion als auch die Ausbildung zur Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeutin enthält. 

    In sowohl theoretischen Vorlesungen als auch praktischen Übungen in quantitativer und qualitativer Sozialforschung stellte sich für mich heraus, dass mir wissenschaftliches Arbeiten in einem spannenden Themenfeld sehr große Freude bereitet und motivierte mich, intensiver in der Forschung tätig zu sein. Während meines Studiums sowie meiner vielfältigen sozialpädagogischen praktischen Tätigkeiten und Praktika interessierte ich mich stets dafür, wie sich soziale Ungerechtigkeiten, Diskriminierungen sowie kritische Lebensereignisse auf Individuen auswirken und welche Bewältigungsstrategien Organismen ausbilden, um mit schwierigen Situationen umgehen zu können.

    Im Sinne einer frühzeitigen Prävention halte ich es besonders für die Lebensphasen der Kindheit und Jugend für äußerst elementar, die Behandlungskonzepte und sozialen Dienste stetig zu verbessern, was mich sehr motiviert, die Forschung für die Praxis fruchtbar zu machen und gleichzeitig aus der Praxis für die Forschung zu lernen. 

    Innerhalb des Projektes „The Village“ bin ich an der Dissemination, dem Scoping sowie dem Workpackage „Kinder im Fokus“ beteiligt.

  • Monika Schamschula, MSc.

    Doktorandin

    Ludwig Boltzmann Gesellschaft Forschungsgruppe Village,  Medizinische Universität Innsbruck
    Innsbruck, Österreich

    Details

    Über mich:  Im Zuge meiner Studien in Erziehungswissenschaft (BA) und Soziologie (MA) hat sich meine Leidenschaft für sozialwissenschaftliche Theorien sowie qualitative Forschungsmethoden entwickelt. Subjektivitäten, die über Ethnisierungen, Geschlecht oder Körper hervorgebracht werden, zählen (in unterschiedlichen Fragekonstellationen) zu meinen „Lieblings-Forschungsgegenständen“. Die Dekonstruktion gesellschaftlicher Kategorien, die im hegemonialen Diskurs häufig als etwas Essentialistisches interpretiert werden, kann meiner Meinung nach einen wesentlichen Beitrag dazu leisten, Hierarchisierungs- Differenzierungs- und Normalisierungsmechanismen in der Gesellschaft sichtbar zu machen und ihnen entgegenzuwirken. 

    Rolle: Als PhD-Studentin im Bereich der qualitativen Forschung möchte ich das Projekt in vielen unterschiedlichen Arbeitsfeldern wie beispielsweise in der Datenerhebung, Transkription und qualitativen Datenanalyse unterstützen sowie ein eigenes Dissertationsprojekt im Rahmen des Forschungsprojektes planen und durchführen. 
     

  • Laura Hölzle, MSc.

    Research Assistant

    Ludwig Boltzmann Gesellschaft Forschungsgruppe Village,  Medizinische Universität Innsbruck
    Innsbruck, Österreich

    Details

    Über mich: Nach meinem Abschluss in Tourismusmanagement habe ich zwei Jahre Berufserfahrung bei der Deutschen Bahn im Bereich Marketing und Kommunikation gesammelt bevor ich mich dem Masterstudium „Entrepreneurship & Tourism“ in Innsbruck gewidmet habe. Dort lag der Fokus auf dem dynamischen Zusammenspiel touristischer Akteure und der nachhaltigen Wettbewerbsfähigkeit des Tourismus im alpinen Raum. Durch meine Tätigkeit an regionalen Forschungsprojekten der Tourismusfakultät im Bereich Datenerhebung und -verarbeitung wurde mein Interesse für die Forschung geweckt. Die Gewinnung und der Transfer neuen Wissens sowie die Definition konkreter Handlungsempfehlungen für aktuelle Herausforderungen animierte mich den Weg in die Forschung einzuschlagen. 

    In Bezug auf das Forschungsthema des Village Projekts selbst ist es mir ein großes Anliegen, betroffene Kinder und Familien frühzeitig zu identifizieren und die Etablierung eines sozialen Netzwerks zur Unterstützung der Kinder zu ermöglichen und wenn die Forschung dazu einen wertvollen Beitrag leisten kann. Darüber hinaus hoffe ich, durch das Projekt das Thema stärker ins Bewusstsein der Bevölkerung aber auch der Fachkräfte und Politik zu rufen.

    Meine Rolle: Als Research Assistant übernehme ich alles, was an organisatorischen und unterstützenden Tätigkeiten dem Gelingen des Forschungsprojektes zugutekommt wie z.B. die Übersetzung von Forschungsdaten, Kommunikation mit Interessenvertretern oder die Verbreitung der Forschungsinhalte und Ergebnisse.  Aus Forschungssicht reizt mich an dem Village Projekt insbesondere der Open Innovation in Science Ansatz, nämlich Stakeholder aus Wirtschaft, Politik und Zivilgesellschaft zielgerichtet in allen Phasen des Forschungsprojekts einzubinden und kollaborativ unterstützende und nachhaltige Maßnahmen zu erarbeiten. Das Besondere daran ist, dass nicht nur die Wissenschaft selbst davon profitiert, sondern durch die frühe Einbindung von nichtwissenschaftlichen Akteuren Nutzen für die Forschung und Gesellschaft zugleich gestiftet wird. Denn offen für die Ideen anderer zu sein und Wissen zu teilen stiftet Nutzen für die Forschung und Gesellschaft gleichermaßen. 

     

     

  • Selcan Basli, BA

    Student Assistant

    Ludwig Boltzmann Gesellschaft Forschungsgruppe Village,  Medizinische Universität Innsbruck
    Innsbruck, Österreich

    Details

    Über Mich: Nach meinem Abschluss in den Politikwissenschaften und einigen praktischen Erfahrungen im sozialen Bereich, habe ich mich für ein Soziologie-Studium entschieden. Das große Bild der politischen Sphäre ist sehr faszinierend und facettenreich. Ein genauer Blick ermöglicht das Verständnis komplexer Themen und Beziehungen auf der Makroebene.

    Doch was passiert auf der Mikroebene? Die Gesellschaft zeichnet sich durch ständiges Wachsen und allgegenwärtigen Wandel aus. Sie wird durch Menschen geformt, die nach unterschiedlichen Normen und Werten leben. Dabei baut jeder einzelne Mensch seine Werte auf individuellen Erlebnissen auf. Kinder werden nicht nur von ihren Eltern erzogen, sondern auch von der Gesellschaft. Lehrer, Freunde aber auch flüchtige Begegnungen formen das Kind und prägen es. 

    Soziologie hilft mir dabei, die genaueren Strukturen und Mechanismen, durch die wir Menschen geformt werden, zu verstehen und nachvollzuziehen. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass kleinste Einflüsse, das Leben der Kinder stark beeinflussen können. Deshalb glaube ich fest daran, dass wir Rahmenbedingungen brauchen, die die Bedürfnisse der Kinder stets im Fokus haben. Nur wenn wir unsere Kinder bestmöglich heranwachsen lassen, legen wir gleichzeitig das Fundament für eine Gesellschaft, die sich den Problemen und Schwierigkeiten stellen und diese meistern kann.

    Rolle: Als studentische Assistentin ist es meine Aufgabe, die Forscher und Forscherinnen in ihrer Arbeit zu unterstützen. Unter anderem gehören die Durchführung, Transkription und Analyse von Interviews, Literatur- und Methodenrecherche und Übersetzungen zu meinem Aufgabenbereich. Das Arbeitsklima ist dabei sehr kollegial und basiert auf gegenseitiger Unterstützung.

  • MMag.a Nadja Gruber

    Teamassistentin

    Ludwig Boltzmann Gesellschaft Forschungsgruppe Village,  Medizinische Universität Innsbruck
    Innsbruck, Österreich

    Details

    Über mich: Ich hatte seit jeher eine große Affinität zu Sprachen. Bereits als Kind merkte ich, dass Sprache uns trennen oder verbinden kann. Meine Studien (Translationwissenschaften/Romanistik) haben mir unter anderem die Bereiche Linguistik und Kommunikation rational und analytisch nähergebracht. Gesellschaft ist kein homogenes Konstrukt. Analog zur Sprache, ist sie einem ständigen Wandel unterworfen. Manchen Menschen gelingt es nicht, das verbindende Element und die zur Verfügung stehenden Ressourcen bestmöglich zu nützen. Nicht allen Menschen stehen die gleichen Möglichkeiten zur Verfügung und nicht jedes Kind kann sein Potenzial adäquat entfalten. Das dadurch entstehende Defizit zieht sich manchmal über viele Generationen, da es unbewusst weitergegeben wird. Das Village Projekt hat mich von Anfang an fasziniert und ich wollte unbedingt ein Teil dieser großartigen Initiative sein. Das Ziel? Kindern, die es nicht so leicht haben, ein besseres soziales Netzwerk zur Verfügung zu stellen. Kommunikation hat hier einen enormen Stellenwert für mich, denn oftmals können sich die betroffenen Kinder nicht über ihre Bedürfnisse austauschen. Kinder mit psychisch kranken Eltern sind einem hohen gesundheitlichen Risiko ausgesetzt. Sie müssen meist zu viel aushalten und gehen oftmals weit über ihre kindlichen Grenzen. Wenn es uns gelingt, diese Thematik transparent und konstruktiv einer breiteren Öffentlichkeit zugänglich zu machen, werden wir als Gesellschaft davon profitieren. Gesunde und glückliche Kinder können stabile und resiliente Erwachsene sein, die gute Entscheidungen treffen.

    Rolle: Als Team Assistant unterstütze ich das Team in verschiedenen Bereichen. Mein Hauptinteresse gilt der Entwicklung einer guten kommunikativen Strategie, die möglichst viele Menschen erreichen kann.

     

  • MMag. Phil. Martina Glatz Grugger

    Post Doktorandin

    Ludwig Boltzmann Gesellschaft Forschungsgruppe Village,  Medizinische Universität Innsbruck
    Innsbruck, Österreich

    Details

    Über Mich: Psychologie ist für mich eine ungemein spannende Disziplin, die sich auf praktisch jeden Bereich unseres Lebens anwenden lässt. Aber eine rein psychologische Perspektive reicht meiner Meinung nach nicht aus, um die sozialen, kulturellen und politischen Phänomene unserer Welt und die Position eines Individuums darin ausreichend zu erfassen. Es bedarf eindeutig einer Wechselwirkung und Zusammenarbeit zwischen Psychologie und Medizin, Soziologie, Geschichte, Sprachwissenschaften, Biologie usw., um sich der Komplexität unseres Lebens anzunähern. Auf dieser Basis kann es gelingen, facettenreich und realitätsnah Interventionen zu entwickeln, die gezielt, umsichtig und ökologisch mit den jeweiligen Beteiligten zu einer Stabilisierung und Verbesserung von Lebensqualität und Chancen über die Zeit beitragen können.Aus diesem Grund habe ich als Klinische und Gesundheitspsychologin, NLP Master Practitioner und Pflegemutter jede Möglichkeit genutzt, um in unterschiedlichen Bereichen ein besseres Verständnis von menschlichem Verhalten, dessen Hintergründen und Zusammenhängen zu gewinnen: Von Evaluationsaufträgen im Recyclingbereich, über sozialpsychiatrische ambulante Dienstleistungen für physisch und psychisch beeinträchtigte Menschen bis hin zur Rehabilitationsabteilung des AMS und sozialpädagogischer Pflegetätigkeit. Meine Dissertation befasste sich mit den Lebens- und Pflegebedingungen von pflegenden Angehörigen.

     

    Meine Rolle: Das Village Projekt ist für mich die perfekte Umsetzung einer disziplinübergreifenden, tiefgehenden und auf positive Veränderungen ausgerichtete Herangehensweise an einen ungemein wichtigen Themenbereich. Kinder und Jugendliche mit psychisch kranken Eltern bedürfen ebenso wie ihre Eltern eines wertschätzenden, ressourcen- und zukunftsorientierten Unterstützungsnetzwerks, das gemeinsam mit ihnen Chancen auf persönliche Entwicklung und Lebensqualität verbessert. Ich habe das Vergnügen, im Village-Projekt im Bereich der Umsetzung und deren Evaluation mitzuarbeiten.

  • Dr. Marianne Franz

    Linguistin

    Ludwig Boltzmann Gesellschaft Forschungsgruppe Village,  Medizinische Universität Innsbruck
    Innsbruck, Österreich

    Details

    Über mich: Als Linguistin habe ich nach meiner Promotion an der Leopold-Franzens-Universität Innsbruck und an der Université Paris Descartes vor allem zum Zusammenhang zwischen Sprache, Gesellschaft und Kultur geforscht. Dabei habe ich mich mit der mündlichen Sprachverwendung in verschiedenen Berufsfeldern auseinandergesetzt. Ich wollte wissen, inwiefern die Wahl der sprachlichen Mittel in Gesprächen von Faktoren wie sprachlicher und soziokultureller Diversität oder den verschiedenen personalen und sozialen Identitäten der SprecherInnen abhängt. Wie und warum passen sich die SprecherInnen an ihr Gegenüber sprachlich an? Welche Kommunikationsstrategien werden angewandt, um den beruflichen Alltag zu bewältigen? Neben touristischen Berufen galt mein Interesse zuletzt dem Arbeitsfeld Schulsozialarbeit und der Kommunikation mit Kindern, die noch einmal ganz andere Herausforderungen birgt.  

     

    Über meine Rolle im Village Projekt: Ich bringe mein Know-how als Linguistin und meine Erfahrung mit qualitativer Forschung ein. Meine Hauptaufgabe liegt darin, im Projekt die Perspektiven der Kinder mit psychisch erkrankten Eltern herauszuarbeiten. Ich helfe dabei, die Frage zu beantworten, wie Kinder unterschiedlichen Alters ihre Sorgen, Wünsche und Bedürfnisse ausdrücken und was sie im Gespräch dabei unterstützen kann, dies zu tun.

     

Village Koordinatorinnen

Unsere Village-Koordinatorinnen haben ihren fachlichen Hintergrund im sozialen, pädagogischen und psychologischen Bereich. Sie sind diejenigen bei uns im Team, die direkt mit den teilnehmenden Familien zusammenarbeiten. Dabei bekommt jede Familie eine persönliche Koordinatorin zugeteilt, die mit ihnen gemeinsam an einem Unterstützungsnetzwerk arbeitet. Dieses Netzwerk orientiert sich an den Bedürfnissen der Kinder und zielt darauf ab die gesamte Familie zu entlasten. Zu Beginn der Teilnahme versuchen die Koordinatorinnen den Alltag der Familie besser kennenzulernen und die Familiensituation zu verstehen. Danach entwickeln sie gemeinsam mit der Familie ein stärken-basiertes Unterstützungsnetzwerk, welches sich aus informellen und teils auch formellen Kontakten zusammensetzt. An der Stelle ist wichtig zu erwähnen, dass das Netzwerk die individuellen Bedürfnisse der Familien berücksichtigt und insbesondere jene der Kinder.

Kompetenzgruppe

Die Kompetenzgruppe (KG) besteht aus sechs ExpertInnen aus eigener Erfahrung (Kinder von Personen mit einer psychischen Erkrankung) und berät sowie reflektiert die geplanten Maßnahmen und Forschungsaktivitäten mit der Forschungsgruppe. Dadurch soll die Einbindung Betroffener während des gesamten Forschungsprozesses gewährleistet und deren Stimme in der Forschung vertreten sein. Die KG trifft sich monatlich mit der Forschungsgruppe. 

Advisory Board

  • Univ.-Prof. Dr. Alex Hofer

    Direktor der Univ.-Klinik für Psychiatrie I

    Details

    Prof. Hofer nimmt als Vertreter der Medizinischen Universität Innsbruck an Advisory Board Meetings teil. Er ist Direktor der Univ.-Klinik für Psychiatrie I in Innsbruck. Neben wissenschaftlichen Studien im Bereich schizophrener und affektiver Störungen hat sich Prof. Hofer auch intensiv mit dem Thema Resilienz, also der psychischen Widerstandsfähigkeit sowie der Neurokognition und sozialen Kognition bei psychischen Erkrankungen beschäftigt.

  • Mag. Patrick Lehner

    Ludwig Boltzmann Gesellschaft

    Details

    Nimmt als Vertreter der Ludwig Boltzmann Gesellschaft an den Advisory Board Sitzungen teil. Er ist Experte für Forschungs- und Innovationsstrategien, Forschungsförderungsmechanismen sowie Forschungs- und Wirkungsanalyse. Gemeinsam mit dem wissenschaftlichen Leiter leitet Patrick Lehner die Open Innovation in Science Center der Ludwig Boltzmann Gesellschaft (LBG OIS Center). Er ist seit 2016 bei der Ludwig Boltzmann Gesellschaft tätig, zuletzt als Leiter Wirkungsforschung und Wissensaustausch.

  • Heidi E. Hamilton PhD

    Lehrstuhl für Linguistik Georgetown University

    Details

    Heidi E. Hamilton ist Professorin am Department of Linguistics, Georgetown University, Washington, DC (USA), wo sie seit 1990 Kurse zur Analyse von alltäglichen und institutionellen Diskursen unterrichtet und interdisziplinäre Forschungsfragen zu den Wechselbeziehungen zwischen Sprache und Gesundheit und einer Vielzahl von Themen und Kontexten im Gesundheitswesen untersucht. Ihre jüngsten Bücher sind Language, Dementia and Meaning Making: Navigating Challenges of Cognition and Face in Everyday Life (2019), das Wiley-Blackwell Handbook of Discourse Analysis (2015, mit Tannen und Schiffrin), und das Routledge Handbook of Language and Health Communication (2014, mit Chou). Sie hat Plenarvorträge bei einer Reihe von Konferenzen und Workshops zu den Themen Linguistik, Gesundheit und Altern auf der ganzen Welt gehalten, darunter in Österreich, Belgien, Dänemark, Deutschland, Japan, Norwegen, Spanien, Schweden, Großbritannien und den USA. Zu den Auszeichnungen zählen Fulbright Distinguished Chair in Linguistics (Innsbruck), DAAD Gastdozentin (Berlin) und Humboldt-Forschungspreis (Potsdam).

  • Dr. Erin Turbitt

    University of Technology Sydney

    Details

    Erin Turbitt ist Dozentin und Sozialwissenschaftlerin an der University of Technology Sydney in Australien. Von 2016-2018 war sie Postdoctoral Research Fellow am National Human Genome Research Institute in Bethesda, USA. Dr. Turbitt wurde 2014 an der University of Melbourne promoviert. Ihre Forschung liegt an der Schnittstelle von Genomik, Entscheidungsfindung und Forschungsethik.

    In ihrer Rolle im Village Advisory Board dient Dr. Turbitt als Peer-Beraterin für Dr. Paul und das Team. Darüber hinaus steuert sie durch ihre Forschungserfahrung methodologische Expertise bei. Dr. Turbitt untersucht die psychologischen und verhaltensbezogenen Aspekte der Genomik mit dem Schwerpunkt, wie Familien, die von genetischen Störungen betroffen sind, damit umgehen und Entscheidungen über die Gesundheitsversorgung und ihre Beteiligung an der Forschung treffen.

  • Dipl.-Soz. Clemens Blümel

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    Clemens Blümel ist stellvertretender Leiter der Abteilung "Forschungssystem und Wissenschaftsdynamik" am Deutschen Zentrum für Hochschulforschung und Wissenschaftsforschung (DZHW) in Berlin. Als Projektleiter war er in verschiedenen nationalen und europäischen Projekten mit Open Science und Open Scholarship beschäftigt. In seiner Forschung beschäftigt er sich insbesondere mit neuartigen Formaten der wissenschaftlichen Kommunikation, der Rolle digitaler Plattformen in der Forschung sowie digitalisierten Formen der Evaluation in der Wissenschaft. Am DZHW koordiniert er derzeit den Forschungscluster Open Science. Vor seinem Engagement am DZHW entwickelte und koordinierte er den Masterstudiengang "Science Studies" an der Humboldt-Universität. Von 2007 bis 2010 war er zudem am Fraunhofer-Institut für System- und Innovationsforschung in Karlsruhe tätig. Seit 2018 ist Clemens Blümel Mitglied des Beirats des Ludwig Boltzman Center for Open Innovation in Science. 

  • Tytti Solantaus

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    Tytti Solantaus ist die Initiatorin eines nationalen Programms für Eltern und Familien mit psychischen und anderen Problemen in Finnland im Jahr 2001 und die Entwicklerin des Let's Talk about Children -Ansatzes. Das Programm hat sich zu einem Gemeinschaftsprogramm entwickelt, das in Kindergärten und Schulen aktiv ist und Bildungs-, Gesundheits-, Sozial-, Straf- und Flüchtlingsdienste umfasst. Tytti Solantaus fand das LBG Village -Programm wunderbar ehrgeizig und die Arbeit im Beirat sehr inspirierend, was ihr auch Gedanken gab, die sie nach Finnland zurückbringen wollte. Das Programm beschreitet in Österreich und international neue Wege, indem es einen dynamischen Prozess und einen günstigen gesellschaftlichen und familiären Kontext für das Aufwachsen von Kindern und das Gedeihen von Familien auch in Zeiten der Not schafft. - Tytti Solantaus ist eine emeritierte Professorin mit einem Hintergrund in Kinderpsychiatrie, Familientherapie, Dienstleistungsentwicklung und Forschung, die derzeit mit Mieli, Mental Health Finland, verbunden ist.

  • Christian Kloß

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    Christian Kloß engagiert sich seit 2005 für Kinder psychisch erkrankter Eltern (COPMI = Children Of Parents with a Mental Illness) und ist seit 2007 als Referent und Autor aktiv.
    Er gründete 2005 die erste Selbsthilfegruppe in der Region Rhein-Neckar für erwachsene COPMI.
    Seine Referententätigkeit begann 2009 im Saarland auf der dortigen ersten Veranstaltung für Fachleute zum Thema COPMI in Homburg (Saar).
    Christian wird seitdem für Veranstaltungen als Referent für Vorträge, Workshops und Lesungen angefragt.
    Er war an der Initiierung des bundesweiten Vereins Seelenerbe e.V. beteiligt. Seit der Gründung im Jahre 2014 gehörte er dem Vorstand bis 2020 an. Seitdem ist er vor allem für die Website- als auch Forenadministration zuständig.
    2018 wurde er Mitglied des jeweiligen Advisory Boards der Forschungsprojekte D.O.T. und Village, die von der österreichischen Ludwig Boltzmann Gesellschaft gefördert werden.
    Über diese Tätigkeiten hinaus war er in verschiedenen Veröffentlichungen und Rundfunkbeiträgen zum Thema #COPMI vertreten.

  • Mag.a Joy Ladurner, MSc

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    Joy Ladurner absolvierte das Studium der Internationalen Betriebswirtschaftslehre in Wien und Spanien. Nach einigen Jahren bei der Sozialversicherung studierte sie in London Health Policy, Planning and Financing (LSE, LSHTM). Im Anschluss daran war sie mehrere Jahre selbstständig wissenschaftlich tätig (u. a. zu Themen wie Performance-Messung, Qualität im Gesundheitswesen, Honorierung, Screening), bevor sie 2010 an die GÖG kam. Hier ist sie organisatorisch der Abteilung Psychosoziale Gesundheit zugeordnet und arbeitet in ebendieser sowie auch in anderen Abteilungen. Darüber hinaus hat Joy Ladurner Aus- und Fortbildungen im Bereich Moderation und Kommunikation aufzuweisen und ist ausgebildete Mediatorin (BFI).

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